3:1 in "Süd": Glehn grüßt kurzzeitig von der Tabellenspitze

In allen Belangen ein Vorbild: Kapitän Stephan Janßen traf zum 2:0

     Wer hätte das vor Wochen noch gedacht: Der SV Glehn bleibt nach dem 3:1 (1:0)-Sieg beim 1. FC Grevenbroich-Süd im dritten Spiel der Saison ungeschlagen und grüßt sogar mit sieben von möglichen neun Punkten kurzzeitig von der Tabellenspitze der Kreisliga A. Zweimal Niklas Jonas sowie Kapitän Stephan Janßen trafen für die Elf von Trainer Thomas Maaßen. Die Südstädter, die dem SVG noch im letzten Saisonspiel 2016/17 eine an sich schmerzliche 2:3-Niederlage beibrachten, haben dagegen den Saisonstart komplett in den Sand gesetzt und platzieren sich punktlos am Tabellenende.

     Glehns 2. Vorsitzender Patrick Förster hatte vor dem auf Donnerstag vorverlegten Spiel eine besondere Sicht auf die Partie gelegt: „Unmittelbar vor Schützenfest ist das sicherlich nicht die schönste Partie für die Spieler. Die Sorge, sich kurz vor dem Fackelzug oder der ersten Parade noch kleine Wehwehchen zu holen, die den geforderten 80°-Winkel beim Stechschritt gefährden könnten spielt, zumindest im Vorfeld des Spiels, immer ein bisschen mit.“ Auch das Auswärtsspiel auf Asche ist für Schützen nicht wirklich attraktiv: „Da muss man zusätzlich auch noch darauf achten, dass sich keine tieferen Abschürfungen an Arm und Bein im Spiel ergeben, die das weiße Schützenkleid verunreinigen könnten“, schmunzelte Förster im Vorfeld.

     Im Spiel wurden das Vorstandsmitglied und der Glehner Anhang von ihren Spielern dann eines Besseren belehrt. Von all diesen Gedanken waren alle Spieler ab dem Anpfiff weit entfernt. Von Beginn an entwickelte sich ein intensiv und körperbetont geführtes Spiel. Die Glehner Mannschaft hängte sich ab der ersten Minute voll rein und zeigte den Grevenbroichern, dass die Punkte nicht auf der Asche liegen bleiben sollten: Nach zwei guten Chancen auf beiden Seiten in der ersten Viertelstunde ergab sich zunächst ein recht chancenarmes, aber dennoch flott anzusehendes Spiel, in dem Niklas Jonas kurz vor der Halbzeit den 1:0-Führungstreffer für die Gäste erzielen konnte. Nach gutem Pass von Simon Hilliges auf den im Strafraum freistehenden Jonas setzte dieser sich gut durch, der leicht abgefälschte Schuss schlug dann unhaltbar links unten im Tor ein.

     Nur zwei Minuten später gab es dann noch eine kurze Schrecksekunde, nachdem der Ball aus großer Entfernung und abgefälscht hinter dem überraschten Torwart Stefan Schmitz an den Pfosten krachte. Kurz danach ging es mit einer verdienten Führung in die Pause. „Süd hat es uns aber auch leicht gemacht, gut zu verteidigen. Die Spielanlage mit vorwiegend langen Bällen hat unsere Abwehr immer wieder gut wegbügeln können“, sagte ein zufriedener Coach Maaßen.

     Nach der Halbzeit nahm das Spiel umgehend wieder Fahrt auf. Gespickt mit einigen Nickligkeiten auf beiden Seiten hatte der Schiedsrichter seine liebe Mühe, alles im Blick zu halten und die Ermahnungen und Verwarnungen ausgewogen zu verteilen. In der 56. Minute erwischte es leider Rainer Hoffmann, der bereits in der ersten Halbzeit schon die gelbe Karte gesehen hatte. Nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler sahen beide Beteiligten Gelb und Hoffmann, Siegtorschütze gegen Nievenheim durfte somit den Gang Richtung Kabine antreten und fehlt damit in der kommenden Partie gegen Kaarst.

     Der aus der Überzahl resultierenden Aufbruchstimmung der Grevenbroicher wurde nach zwei Minuten bereits ein Riegel vorgesetzt. Nach einem guten Konter der Glehner passte Jonas den Ball von der 16er-Kante quer in die Mitte zu Janßen, der den Ball aus knapp elf Metern ruhig am gegnerischen Keeper vorbei zum 2:0 einschob. Der Glehner Kapitän krönte damit seine erneut starke Leistung.

     Die Grevenbroicher steckten aber nicht auf und versuchten in der Folge, mit wilden und oft kopflosen Angriffen die um Thomas Kallen und Phillipp Homberg gut stehende Glehner Abwehr zu knacken. Die „Blues“ machten trotz Unterzahl weiter eine sehr gute Figur und setzten mit schnell gespielten Kontern zahlreiche Nadelstiche, die in einem Elfmeter in der 71. Minute belohnt wurden: Nach einem langen Ball aus der Abwehr nahm Marvin Demasi Fahrt auf und konnte nur durch eine „Notbremse“ vom Schuss auf das Tor abgehalten werden. Den fälligen Elfmeter versenkte Jonas souverän im unteren rechten Eck. Schiedsrichter Christoph Asal verzichtete allerdings darauf, die Notbremse an Demasi mit dem eigentlich fälligen Platzverweis zu kombinieren.

     Danach versuchte es „Süd“ zwar weiter, zerschellte aber zumeist am Glehner Abwehrbollwerk. Neben Homberg und Kallen sorgten Rene Rothausen und der A-jugendliche Debütant Luca Peters dafür, dass auch die Außenbahnen keine Option für den Gegner wurden. In der 77. Minute kam dann aber doch ein Spieler über recht außen durch und wurde durch ein Foul an der Flanke gehindert. Der nicht unbedingt zwingend zu pfeifende Elfmeter zum 1:3 durch Florian Kemmerling war allerdings nur noch eine Ergebniskosmetik.

     Folglich waren die Glehner Verantwortlichen höchst zufrieden mit dem Saisonstart: „Erneut haben die Glehner Zuschauer ein kampfstarkes und durch mannschaftliche Geschlossenheit geprägte Spiel der Erstvertretung gesehen. Gespickt mit jungen Nachwuchskickern aus der A-Jugend scheint man auf einem guten Weg zu sein, ein Team zu formen, dass die schwere Saison meistern kann. Der Einsatz stimmt und die verdienten Ergebnisse aus den ersten drei Spielen sprechen für sich“, freute sich Förster. „Ein Traumstart also in die neue Saison. Und die beste Voraussetzung für ein gelungenes Schützenfest, wo alle Spieler es jetzt mal so richtig krachen lassen können“. Dennoch hat der ehemalige Glehner Topstürmer auch eine Warnung an die Spieler parat: „Vergesst nicht danach wieder hart zu arbeiten, die Vorsaison hat gezeigt was auch trotz einem guten Start noch alles passieren kann.“

 

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